Im Hintergrund läuft Trümmerwelten. 
Ich habe einen Kloß im Hals. Mal wieder einen Kloß, ich denke gerade über eine Sache nach.
Ich habe leider in meinem Kopf, dass ich mit 38 sterben muss. 
Weil mein Papa auch in diesem Alter gestorben ist, und unser Leben so ähnlich verläuft.
Und immer drängt sich dieser Gedanke in meinen Kopf. 
Ich will es nicht, ich habe Angst davor, schon so früh gehen zu müssen. 
Es ist Stress, ich muss alles in ein paar Jahren erledigen, erleben, fühlen. 
So das ich zufrieden sterben kann. Wäre das aber gerecht, wenn ich auch schon so früh gehen müsste? 
Aber danach fragt ja keiner. Immer wieder wird mir gesagt, dass ich das nicht sagen soll. 
Weil ich mir das auch einreden könnte. 
Ich rede mir das nicht ein, es ist ein Gefühl, seitdem mich mein Vater in seinen Armen hielt, und zu mir sagte sei jetzt ganz stark. 
Er hielt mich ganz fest, ich glaube er hatte große Angst gehen zu müssen. 
Er sah so schlimm aus, ich habe nur noch einige Erinnerungen an meinen Papa. 
Und das ist eine davon. Ich vermisse es, nie einen Papa gehabt zu haben. 
Aber danach wird man nicht gefragt. 
Ich wurde mal gefragt, und was wäre, wenn Du mit 38 sterben müsstest? 
Was wären Deine letzten Wünsche? Ich war etwas überfordert mit der Frage. 
Eigentlich sagt jeder immer, Nina Du sollst das nicht immer sagen. 
Aber jetzt die Frage ja was wäre dann. WAS WÄRE DANN??? 
Mir ist nur eingefallen, dass ich meine Familie und meine Freunde sehen möchte. 
Und bei mir haben möchte. Ich möchte dann nicht alleine sein. 
Bei diesem Satz stehen mir die Tränen in den Augen. Ich möchte das alles nicht. 
Ich möchte alt werden. Es ist so furchtbar dieser Kloß im Hals

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